Mehr Druck – Der neue Bambu-3D-Drucker

Dieser Artikel ist Teil einer Serie, in der wir einige unserer neuen, wertvollen Anschaffungen vorstellen möchten, die wir dank einer Förderung durch die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt umsetzen konnten.

Unsere Maker Mondays gehören zu den am meisten nachgefragten Angeboten unserer Hauses. 3D-Drucker, Lasercutter und Holzwerkzeuge gehören nicht zu den Dingen, die alle einfach so zuhause haben und wir freuen uns, mit unseren Geräten hier einen Bedarf bei den Menschen aus Neu-Ulm und Umgebung stillen zu können. Aus der letzten Förderung der DSEE konnten wir bereits einen Ultimaker 5 mit großem Bauraum und zwei Druckköpfen beschaffen – das war aber als Ergänzung zu den vorhandenen zwei Ultimakers gedacht, die von der Stadt beschafft wurden. Seit der Wiederaufnahme unseres Betriebs war dieser einzelne 3D-Drucker ein Flaschenhals: Wir haben laufend eine große Nachfrage nach 3D-Drucken, aber mit nur einem Drucker stauten sich die Besucher*innen und wir mussten viele Drucker über den Zeitraum bis zum nächsten Maker-Monday in die Druck-Warteschlange schicken.

Beispiel-Benchies aus dem 3D-Drucker: Wie sieht dieser Benchmark-Druck mit der jeweiligen Schichtdicke aus?

Um hier Abhilfe zu schaffen, haben wir durch die Förderung der DSEE einen weiteren 3D-Drucker bestellen können. Wir haben lange überlegt, welchen Drucker wir beschaffen wollen. Wichtig in einem Makespace ist das beste Verhältnis zwischen Wartungsaufwand zu Druckzeit und -umsetzung. Wer zuhause nur für sich druckt und kein Problem damit hat, den eigenen Drucker zu optimieren und anzupassen, liegt mit den auf dem Markt üblichen Bausätzen (meist Kopien eines Prusa-Modells) selten falsch. Die Crux liegt aber eben im notwendigen Feintuning des Bausatzes und meist auch dem Tausch sicherheitskritischer Komponenten, insbesondere bei manchen günstigen Bausätzen, die nicht von Prusa selbst kommen. Damit wir nicht zu viel Aufwand für die laufende Wartung und Fehlerkorrektur und gleichzeitig ein gutes Erlebnis beim 3D-Druck haben, war uns daher wichtig, einen zuverlässigen und schnellen Drucker zu haben, der für möglichst viele Nutzer*innen bei uns gut bedienbar ist.

Im Schnelldurchlauf: Ein 3D-Druck mit mehreren Farben

Als wir die Räume am Weinhof neu bezogen hatten, gab es diese Überlegungen auch schon. Damals hatten wir uns für Drucker aus der Ultimaker-Serie entschieden, die beim damaligen Stand der Technik viele unserer Kriterien (u.A. auch Druck über das Netzwerk) erfüllten. Mittlerweile hat sich der Markt aber deutlich weiterentwickelt. Bei der aktuellen Modellauswahl fiel unsere Wahl daher schnell auf den Bambu X1 Carbon.

Dieser Drucker bietet neben einer beeindruckenden Druckgeschwindigkeit (die auch unseren Ultimaker 5 deutlich in den Schatten stellt) und einem relativ großen Druckraum ein ganz besonderes Schmankerl: Das Automatische Materialsystem AMS. Das AMS bietet die Möglichkeit, innerhalb eines Drucks bis zu vier verschiedene Farben oder auch unterschiedliche Materialien zu verdrucken.

Tauscht automatisch verschiedene Filamente in verschiedenen Farben: Das AMS

Außerdem bietet der Drucker eine automatische Erkennung von Druckfehlern und bietet die Möglichkeit, mit der eingebauten Kamera Zeitraffervideos zu erstellen.

Der Drucker hat sich bereits bei unseren Maker Monday bewährt und den Flaschenhals bei 3D-Drucken deutlich reduziert. Das im Zeitraffer dargestellte Handrad zum Beispiel ist Teil der 3D-gedruckten Druckpresse geworden, die auf dem Chaos Communication Congress im Einsatz war. Wir sind gespannt, was unsere Nutzer*innen aus den neu gewonnen Möglichkeiten schaffen werden.

Ordnung trotz Chaos – Neue Regale und Lagerkisten

Dieser Artikel ist Teil einer Serie, in der wir einige unserer neuen, wertvollen Anschaffungen vorstellen möchten, die wir dank einer Förderung durch die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt umsetzen konnten.

Seit unserem Einzug in Neu-Ulm leben wir an manchen Stellen immer noch aus den Umzugskartons, in denen unsere Materialien knapp ein Jahr lang eingelagert waren. Am Weinhof konnten wir viele unserer Geräte und Gegenstände in Einbauschränken aus Sparkassenzeiten unterbringen. Wir hatten zwar schon Ende 2021 einige Schwerlastregale und Lagerkisten beschafft, die uns die Betriebsaufnahme vor allem in der Werkstatt seit September sehr vereinfacht haben. Durch die Förderung konnten wir nun weitere Industrieregale, Sichtlagerboxen und Lagerkisten beschaffen, mit denen wir gerade nach und nach die verbleibenden Umzugskartons auflösen und unser vielfältiges Material zugänglicher und übersichtlicher organisieren können.

Auch im Backstagebereich können wir jetzt sortieren: Wo sind die DI-Boxen, wo die XLR-Adapter und wo die Dinge, die furchtbare Dinge mit HDMI machen?

Egal ob Netzteile mit verschiedenen Spannungen für Hardwareprojekte, Teilesortimente für Workshops oder die Veranstaltungstechnik im Bühnenbackstage, alles kann nun einen definierten und beschrifteten Platz bekommen, so dass es bei Bedarf schnell gefunden und nach Gebrauch wieder an den richtigen Platz zurückkehren kann.

Nicht zuletzt konnten wir einen umfangreichen Grundstock an persönlichen Lagerkisten beschaffen. Jedes aktive Mitglied kann dadurch eine Kiste haben, in der eigenes Material zwischengelagert sein. Seien es um aktuelle Projekte zwischenzulagern, wenn man gerade nicht daran arbeitet, persönliche Gegenstände, eine Packung Tee oder auch die gemütlichen Hausschuhe, die man gerne im Haus tragen möchte.

Ordnung für persönliche Gegenstände und Projekte!

Bei den persönlichen Lagerkisten haben wir uns für klassische graue Euronormbehälter im Maß 40cm × 30cm × 22cm entschieden. Das ist ein guter Kompromiss zwischen genug Platz und nicht zu viel Platz. Die momentan 64 Kisten müssen ja auch gelagert werden. Selbst auf über 1000 Quadratmetern wird es auch mal knapp. Und, sind wir ehrlich, große Kiste bedeutet auch schnell große Unordnung.

Auch das Fluepdot freut sich

Aktuell gestaltet jede Person ihr Label selbst, aber vielleicht gibt’s in naher Zukunft auch schicke, aber trotzdem pesonalisierte gemeinsame Labels. Hauptsache ist gerade: Wir sind wie von Anfang an chaotisch organisiert, organisieren aber unser Chaos, wo es geht.

Der virtuelle Hausrundgang

Das Verschwörhaus wurde über die Sommerferien zu sowas wie einem Ferienausflugsziel – alle möglichen Leute kamen in ihrem Urlaub vorbei, grillten mit uns, machten Ausflüge in der Gegend und haben cooles Zeug gemacht.

@leopardengruen, @robbi5 und @ubahnverleih sind beispielsweise letzte Woche mit der 360°-Kamera durchs Haus gezogen und haben unsere Räume vermessen und fotografiert. Und so lässt sich jetzt mit Rundumblick durchs Haus gehen und zumindest die Momentaufnahme vom 18. August 2017 erleben.

Ein Urlaubsbesuch lohnt sich trotzdem immer. Denn es sieht hier quasi zu jedem Zeitpunkt anders aus als die Woche zuvor 😉