Manche Aktive bei uns haben ein gewisses… Faible für Verkaufsautomaten.
Also nicht nur, dass sie gerne welche benutzen – über die Jahre hat sich im Hausi eine ganz beachtliche Reihe von Verkaufsautomaten zusammengefunden, aus denen ihr Getränke, Snacks und Unsinn haben könnt, wenn ihr bei uns seid.
Der aktuelle Fotowettbewerb der deutschsprachigen Wikipedia-Aktiven dreht sich auch um Verkaufsautomaten: Hier aber vor allem um solche, die im öffentlichen Raum von der Straße aus bedienbar sind.
Früher waren das vor allem Kaugummi- und Zigarettenautomaten, manchmal auch Automaten für Fahrradschläuche oder Getränke.
Das Automaten-Revival der letzten Jahre hat aber ganz neue Arten von Verkaufsautomaten hervorgebracht.
Neben Zigaretten- gibt es jetzt Vape-Automaten, der kleine Bauernhof auf dem Land verkauft seine eigenen Erzeugnisse am Straßenrand oder gar in der nächsten Stadt mit einem Automaten, und auch vor immer mehr Kiosken findet man Automaten, die nun Getränke, Snacks und manchmal auch Absurditäten anbieten.
Da es in der Freien Mediendatenbank Wikimedia Commons noch gar nicht so viele Fotos von Verkaufsautomaten gab, läuft nun noch bis zum 30. April der Fotowettbewerb „Wiki loves Automaten“.
Ja, das ist ein Snackautomat – hier wanderte er im Frühjahr 2023 vom Außenlager ins neue Haus in Neu-Ulm!
Wie bei den „großen“ Fotowettbewerben Wiki loves Monuments und Wiki loves Earth kann auch hier gewinnen, wer ein Foto zum Thema hochlädt – vor allem geht es aber um den Spaß daran, die eigene Umgebung zu erkunden und zu entdecken, an wie vielen Orten es tatsächlich irgendwelche Automaten gibt.
Dementsprechend gibt es zwar keine großen Preise zu gewinnen, aber immerhin auch eine Packung Kaffee aus einem Neu-Ulmer Verkaufsautomaten, die wir aus privater Tasche als Gewinn stiften!
Dass uns das auffiel, kam relativ gleichzeitig zu dem Vorhaben, selber wieder mehr Fotos zeitgeschichtlicher Ereignisse in der Region anzufertigen und sie für die freie Wiederverwendung auf Wikimedia Commons zu laden.
Durch die Förderung der Stiftung für Engagement und Ehrenamt hatten wir 2021 eine ausgezeichnete spiegellose Systemkamera und zwei lichtstarke Objektive beschaffen können, die eigentlich nach dem Vorbild des Berliner Make- und Hackspace x-hain für Videostreaming und -Aufzeichnung gedacht waren.
Die Kamera alleine dafür zu nutzen und ansonsten im Regal verstauben zu lassen, wäre aber viel zu schade gewesen.
Nach ersten Versuchen 2022 gehen wir daher – nach dem Trubel von Rechtsstreit und Umzug – seit dem Frühjahr 2024 immer wieder mit ihr auf Tour, um Dinge in der Doppelstadt zu dokumentieren.
Egal ob Schwörmontag, Donauhochwasser, Straßen und Plätze in den beiden Städten, Veranstaltungen und Geschehnisse wie Demonstrationen oder eben der Lebendige Kreuzweg, gemeinsam tragen wir mit der Hauskamera zu einer Dokumentation der Geschichte in der Region bei, die der ganzen Menschheit zur Verwendung offensteht.
Das ist das 500. mit der Hauskamera gemachte und auf Wikimedia Commons hochgeladene Foto seit dem März 2024! Original auf Wikimedia Commons unter der Lizenz CC BY-SA 4.0
Mit dem Lebendigen Kreuzweg haben wir ganz nebenbei auch einen Meilenstein erreicht: In knapp über einem Jahr haben wir allein mit der Hauskamera über 500 Bilder auf Wikimedia Commons hochgeladen – ergänzt durch unsere Drohnenfotos und -videos und natürlich jede Menge weiterer Bilder, die von den Aktiven nicht nur aus dem temporärhaus mit ihren eigenen Kameras und Smartphones aufgenommen wurden.
Auch mit dem Smartphone kannst Du beitragen! Zum Beispiel mit einem bislang noch nicht fotografierten Straßenschild. Umso besser, wenn über das Zusatzschild dadurch klar wird, nach wem die Straße benannt ist! Emanuelstraße (Neu-Ulm) Straßenschild von Looniverse, CC BY-SA 4.0
Auch Du kannst dazu beitragen, dieses Archiv auszubauen und dazu reicht meist schon Deine Smartphone-Kamera!
Mit WikiShootMe kannst Du Dir auf einer Karte anzeigen lassen, von welchen Dingen in Deiner Umgebung ein illustrierendes Foto hilfreich wäre.
Das können Denkmäler sein, in Ulm und Neu-Ulm derzeit aber vor allem auch Ansichten von Straßen und Straßennamensschildern, die wir gerade in einem WikiProjekt vollständig mit Daten und Fotos abbilden möchten.
Für Android kannst Du hierfür auch die Commons-App nutzen, die Dir auch direkt die Objekte mit gewünschten Fotos in der Umgebung anzeigen kann.
Und falls Du mehr darüber herausfinden möchtest, komm doch einfach bei einem unserer Open-Data-Montage vorbei – der nächste ist trotz Feiertag am Ostermontag, die weiteren Termine findest Du wie immer im Kalender!
Manche Ereignisse werden groß gefeiert, manche passieren einfach so nebenher.
Ganz heimlich, still und leise hat der Zähler in unserem Veranstaltungstracker im März 2025 die Zahl 300 erreicht!
Das heißt, dass seit der Eröffnung im September 2023 statistisch spätestens alle 1,81 Tage öffentliches Programm im Haus war – und zwar zusätzlich zu all den anderen Arbeitseinsätzen, internen Workshops und den Projekten, die unsere aktiven Mitglieder außerhalb der allgemeinen Öffnungszeiten verfolgen.
Der Blick auf den Kalender zeigt dabei auch: Nicht nur statistisch ist spätestens alle zwei Tage etwas los, auch ganz praktisch ist es enorm selten, dass mehrere Tage ohne Programm für die Allgemeinheit vergehen.
Zusammen mit unseren Mitbewohner*innen vom Haus der Nachhaltigkeit schaffen wir es damit, dass teilweise über Wochen wirklich jeden Tag etwas für Interessierte geboten ist – und das alles ehrenamtlich.
Nicht schlecht für so eine überschaubare Stadt wie Neu-Ulm ;)
Ganz wichtig: Alle haben einen eigenen Spaten!
Andere Dinge werden größer gefeiert, ganz ohne dass sie in unsere Veranstaltungsstatistik zählen.
So zum Beispiel der Spatenstich für den Neubau der Adenauerbrücke zwischen Neu-Ulm und Ulm mit viel Prominenz aus Landes- und Kommunalpolitik.
Solche Anlässe sind immer wieder eine perfekte Gelegenheit für uns, die Geschichte in der Doppelstadt zu dokumentieren: Die Fotos des Spatenstichs gehören zu mittlerweile rund 500 mit unserer Hauskamera gemachten Fotos, mit denen wir Stadtgeschichte unter Freier Lizenz festhalten, so dass sie nicht nur in der Wikipedia wiederverwendet werden kann.
Ganz nebenbei entstehen dabei oft auch Fotos für Menschen aus der Region, deren Wikipedia-Artikel bislang noch gar kein Portraitfoto hatte – dieses Mal konnten wir die Artikel von Eva Treu und Thorsten Freudenberger endlich bebildern.
Und ganz nebenbei betreiben wir diese Fotodokumentation natürlich auch mit unserer Fotodrohne aus der Luft – auch der Bauzustand der Adenauerbrücke vor dem Spatenstich ist nun aus der Vogelperspektive festgehalten.
Über 7000 Feuerwehren gibt es in Bayern, und die Datenlage zu ihnen ist höchst unterschiedlich. Ein Fall für das beinahe magische Werkzeug OpenRefine!
Die Hürden, auf die wir dabei gestoßen sind („was ist eigentlich eine Adresse“?) sind typisch für die Herausforderungen, eine gut strukturierte Wissensdatenbank aufzubauen.
Die Mühen ist das aber allemal wert: Denn nur so lassen sich auch dort beweisbare, logische Schlussfolgerungen auswerten, wo die Unzuverlässigkeit von Sprachmodellen längst nicht mehr ausreicht.
Und nach all den Jahren Grundlagenarbeit bei uns ist es umso schöner anzusehen, dass nun auch eine staatliche Stelle nach der anderen bis hin zu Bundesministerien erkennt, dass hier der Weg zu nachhaltiger Digitalisierung liegt!
Horizontal rotierender T-Rex (gedruckt beim Jugend hackt Lab)
Wer mehr hierzu erfahren möchte, findet natürlich auch abseits solcher Editathons Anleitung bei uns.
Im März ging es auch bei den zwei Open-Data-Mondays und dem OpenStreetMap-Stammtisch ganz zuvorderst um Freies Wissen.
Aber auch bei den zwei offenen Elektronikwerkstatt-Abenden rund um The Things Network und LoRaWAN, der Do-It-Yourself-Verkehrswendegruppe von RAD-ikal technisch und dem Jugend hackt Lab geht es sehr viel häufiger um Freie Lizenzen und allen zugängliche Infrastrukturen, als man auf den ersten Blick meinen würde.
Gleich dreimal traf sich die IT-Sicherheitsgruppe von CTF/PPP zum gemeinsamen, spielerischen Umgang mit CTF-Aufgaben – und nahm zudem beim Online-Wettbewerb Cyber Apocalypse 2025 teil, wo sie unter den 11,5% der besten Teilnehmenden landeten!
Egal ob Oberfräse, Drechselbank, Dickenhobel oder einfach nur Akkuschrauber: Es ist jedes Mal wieder faszinerend, mit welchen Projekten so viele Menschen bei uns aufschlagen!
Nach wie vor die größten regelmäßigen Publikumsmagneten sind das Nähcafé mit der Hochschulgruppe für Nachhaltigkeit und der im März zweimal offene Maker Monday mit Betrieb in FabLab und den Holzwerkstätten.
Das Chaosseminar des CCC Ulm war im März zum zweiten Mal bei uns zu Gast, um Bühne und Videotechnik zu nutzen.
Die Einführung ins Ton-Atelier war auch im März wieder ausgebucht.
Und F.U.C.K. wartete nach der Pause der vergangenen Wochen im März wieder mit einem öffentlichen Termin auf, was uns sehr freut!
Gemeinsames Kochen festigt den Zusammenhalt
Nicht Teil der Veranstaltungsstatistik sind die internen Termine, die je nach Monat mehr sein können als die öffentlichen Angebote.
Im März trafen wir uns zu einem internen Orga-Hausabend, um anstehende Aufgaben besser auf die so stark gewachsene Gruppe unserer Aktiven verteilen zu können.
Und mindestens ebenso wichtig ist es natürlich, auch gruppenübergreifend einfach einmal gemütlich beisammen zu sitzen – den Wikidata-Editathon haben wir abends gemeinsam mit unseren Mitbewohner*innen des Haus der Nachhaltigkeit mit einem leckeren Abendessen und Gesprächen ausklingen lassen.
Das muss ja auch mal sein ;)