„Wie gut kennst du deine Stadt?“ – Lab-Workshop im Rahmen des Festivals contre le racisme

Online-Lab-Workshop gegen Rassismus und Kolonialismus

Die Black-Lives-Matter-Proteste haben auch unsere Wahrnehmung von Rassismus im Alltag geschärft. Immer wieder fallen uns jetzt rassistische

Bezeichnungen oder koloniale Überreste auf. Wir wollen uns in unserem Online-Workshop am 19. Juli von 14-17.30 Uhr damit beschäftigen, wo sich Kolonialgeschichte, Rassismus oder Militarismus in unserer Ulmer Umgebung, etwa in Straßennamen oder Denkmälern findet. Außerdem geht es darum, diese auch für andere sichtbar zu machen und Hintergründe zu erklären.

Finde rassistische und militaristische Straßennamen in Ulm mit open source

Dazu haben wir großartige Werkzeuge: Software, Daten und freies Wissen im Internet!  Wir schauen uns online an, wo wir ein komplettes Straßenverzeichnis finden, wie man das verarbeiten und durch weitere Informationen ergänzen kann. Am Ende des Workshops soll ein Stadtplan auf Basis von OpenStreetMap-Daten stehen, auf dem die Geschichte von Ulmer Straßennamen sichtbar wird: Welche sind problematisch, welche sind wirkliche Vorbilder? Dazu verwenden wir vor allem freie Online-Tools.

In Zusammenarbeit mit dem Festival contre le racisme

Wir freuen uns euch unseren Lab-Workshop im Rahmen des Ulmer Festivals contre le racisme anbieten zu können. Der Workshop ist kostenlos und für alle Interessierten ab 14 Jahren. Seit ihr jünger und möchtet unbedingt mit am Start sein? Da wir auch die (Kolonial-)Geschichte einzelner Straßen oder Denkmäler im Internet recherchieren, sollten insbesondere jüngere Teilnehmende mit ihren Eltern vorab besprechen, ob sie sich das zutrauen oder vielleicht Unterstützung bei der Recherche benötigen.

Voraussetzungen:

Um mitzumachen braucht ihr einen Computer und Internet. Außerdem wäre ein Headset super. Tablet oder Smartphone reichen leider nicht aus, weil wir wirklich mit Daten arbeiten und auch ein bisschen programmieren wollen. Keine Sorge: Programmier-Vorkenntnisse braucht ihr keine, nur mit eurem Computer solltet ihr umgehen können.

Anmeldung:

Du bist am dabei? Cool! Schreib einfach eine Mail ans Jugend hackt Lab mit deinem Namen, danach bekommts du von uns einen Einladungslink in den virtuellen Seminarraum in BigBlueButton.

Kostenloser Lab-Workshop, für alle ab 14. Jahren: Sonntag, 19. Juli 2020, um 14.00 bis 17.30

Online-Lab: 3D-Grafikprogrammierung mit GLSL-Shadern

Nachdem blinry euch im Mai gezeigt hat, wie ihr mithilfe von Shadern Farbverläufe und Muster programmieren könnt, machen wir dieses Mal den Sprung in die dritte Dimension! Wir erzeugen Bilder und Animationen mit Kugeln, Zylindern und Quadern!

Shader sind kleine Programme, die direkt auf der Grafikkarte ausgeführt werden, und eigentlich etwas sehr einfaches tun: Sie rechnen für jeden Pixel eine Farbe aus! Um 3D-Objekte zu zeichnen, gibt es eine extrem coole Technik namens Raymarching, die verblüffend wenig Code braucht! Wir werden uns Schritt für Schritt angucken, wie genau das funktioniert.

Don’t worry! Unser erste Shader-Workshop ist keine Voraussetzung, wir werden nochmal bei den Grundlagen anfangen! Von diesem Workshop habt ihr mehr, wenn ihr schon einmal ein wenig programmiert habt, und wisst, was Funktionen und Variablen sind. Die Programmiersprache GLSL, die wir verwenden werden, ist recht ähnlich zu C oder Java. Außerdem wäre es gut, wenn ihr Spaß am räumlichen Denken habt, und vielleicht sogar schon ein wenig Wissen über Vektorrechnung mitbringt.

Damit wir uns während des Workshops unterhalten können, braucht ihr ein Mikro, oder idealerweise ein Headset. Wir treffen uns am Samstag, 4. Juli 2020 um 13.oo Uhr online in: https://bbb.ulm.dev/b/blinry

Installieren müsst ihr nichts, wir werden Tools verwenden, die im Browser laufen. Probiert am besten vorher schon mal aus, ob diese Seite bei euch flüssig läuft: https://www.shadertoy.com/view/wd2cWm

 

Online-Lab-Workshop: „Escape My Game“ mit Creative Gaming

Escape my Game

Eine Gruppe, ein enger Raum - In Escape Games versucht man durch gemeinsames Lösen spannender Rätsel einen Ausgang zu finden. So einen Raum selbst zu entwickeln kann herausfordernd sein, schließlich sind eine Menge Material und Objekte für den Aufbau notwendig. Aber nicht im Digitalen!

In der virtuellen Welt von RecRoom sind schnell Wände hochgezogen, Fackeln gesetzt und Puzzle gebaut. Wir schauen uns kleine Beispiele an, beschäftigen uns mit Storytelling, 3D-Zeichnen sowie Gamedesign und lassen mit einem Minimum an Programmieren geheime Labore, dunkle Schlosskeller, alte Ruinen, untergehende Schiffe, kurz: all eure Vorstellungen, lebendig werden!

Auch das Spielen soll nicht zu kurz kommen: Die fertigen Räume probieren wir in Teams direkt aus. Anschließend können sie für euch, eure Freunde und alle anderen veröffentlicht werden.

Der Lab-Workshop findet online am Samstag, 30. Mai 2020, von 12-16 Uhr statt – wie immer kostenlos und offen für alle. Um für alle gute Betreuung und ein tolles Workshop-Erlebnis zu ermöglichen, sind die Teilnahme-Plätze begrenzt. Daher wird um eine vorherige Anmeldung per Mail gebeten (kurz euren Namen mitteilen reicht voll aus :)).

Voraussetzungen:

  • Internet, PC (mit oder ohne VR-Brille, Maus, Systemanforderungen beachten: min. GTX970 & 8GB Ram!)
  • Alternativ: iPhone/iPad, Oculus oder Playstation 4
  • Installiertes RecRoom
  • Headset
  • Keine inhaltlichen Vorkenntnisse notwendig, aber Umgang mit Maus+WASD (am PC) bzw. Gamepad (bei PS4) ist von Vorteil.

Weitere Infos bekommt ihr nach der Anmeldung.

Workshop Leitung:

Matthias Löwe, Interaktions-Designer aus Berlin

Jennifer Jason, Gamdesignerin und Animatorin aus Berlin

Online-Lab-Workshop: Sonic Pi für Fortgeschrittene mit Paolo

Sonic Pi ist eine Programmierumgebung, in der sich durch Programmcode Musik generieren lässt. Eine Besonderheit an Sonic Pi ist, dass man den Code zur Laufzeit anpassen kann, was dann wiederum die Musik ändert. Dadurch lässt sich Sonic Pi quasi zum Live-Coding verwenden.

Nachdem wir im letzten Workshop die absoluten Grundlagen von Sonic Pi kennen gelernt haben, möchten wir dieses Mal tiefer einsteigen.

Wir lernen verschiedene Techniken um Melodien und Rythmen zu coden und Sounds zu formen und erkunden Stärken und Schwächen von algorithmischer Komposition und einer Programmiersprache als Musikinstrument.

Für den Kurs solltest du schon ein wenig Programmiererfahrung mitbringen und wissen, was Datentypen, Variablen, Bedingungen, Schleifen und Funktionen sind. Erfahrung mit nebenläufiger Programmierung (Threads) und funktionaler Programmierung sind hilfreich, aber nicht notwendig. Auch musikalisches Grundwissen ist hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich.

Der Workshop findet wieder in Big Button Blue online statt am 12. Juni 2020 um 14. Uhr mit unserem Mentor Paolo. BBB-Link hier:

https://bbb.ulm.dev/b/sonicpi

Bild-Quelle: Les Pounder from Blackpool, UK / CC BY-SA

Lab-Online-Workshop in den Pfingstferien: Elektro Theater

Elektro Theater am 2. und 3. Juni, 10h-14h

Wolltet ihr schon immer mal an einem Film oder einer Theatervorstellung mitwirken? Ob Schauspielern, Kostüme schneidern, Regie führen, Kulissen bauen, Story schreiben oder bombastische Effekte abfeuern - In unserem zweitätigen Online-Ferien-Workshop kommt ihr digital in Minetest zusammen und lernt nicht nur das Handwerkszeug, sondern setzt tatsächlich einen Film um.

Worum es gehen soll, ist euch überlassen - Liebesromanze, Monstermovie, Superheldinnen-Komödie oder eine Schatzjagd: Wir helfen beim planen und umsetzen eurer Ideen!

Mit am Start für diesen Online-Workshop sind Benny und Jennifer von Creative Gaming. Der Workshop findet an zwei Tagen, am 2. und 3. Juni 2020 jeweils von 10-14 Uhr in den Pfingstferien statt.

Kooperation mit dem Jugendhilfswerk Freiburg

In Zusammenarbeit mit dem Jugendhilfswerk Freiburg können wir dieses Angebot für Jugendliche von 12-18 Jahren kostenlos anbieten. Da die Teilnehmer*innen-Zahl begrenzt ist, bitten wir euch um eine vorherige Anmeldung beim Lab-Koordinator Tom Novy.

Vorraussetzungen

PC/Mac (notfalls auch ein Android-Handy) mit Maus, Headset, installiertes Minetest, Internet; nähere Infos erreichen euch nach der Anmeldung. Es ist kein Vorwissen nötig!

Über Creative Gaming

Im 21. Jahrhundert gehören digitale Spiele zum grundlegenden Spielrepertoire von Jugendlichen und Erwachsenen. Dabei eröffnen digitale Spiele und ihre Nutzungsweisen ein gigantisches Potenzial. Genau da knüpft die Initiative Creative Gaming an e.V an. Mit Standorten in Berlin und Hamburg macht sie sich seit 2007 mit Workshops, Fortbildungen, Ausstellungen, dem jährlichen Veranstaltungshöhepunkt PLAY – Creative Gaming Festival und jeder Menge Leidenschaft für einen kreativen, kompetenten und kritischen Umgang mit digitalen Spielen stark.

Web: www.creative-gaming.eu

Twitter: @creative_gaming

FSJ digital im Verschwörhaus ab dem Herbst

Ein Aufruf, der schon längst hätte veröffentlicht werden sollen, aber dann kam Covid-19… sei es drum: Das Verschwörhaus bietet ab September 2020 wieder ein FSJ digital an.

Das FSJ dient der Berufsvorbereitung, und wir bieten dir im Verschwörhaus einen Einblick in verschiedenste Tätigkeitsfelder:

  • Pflege von Website und Social Media: Insbesondere Texte schreiben und veröffentlichen, aber auch Storytelling in Bild und Bewegtbild
  • Dokumentation von Veranstaltungen im Haus (Video-Livestreaming mit dem Video Operating Center, Aufzeichnung und Veröffentlichung)
  • Begleitung und Unterstützung von Maker-, Fablab- und sonstigen Workshops und unserem Angebot für Jugendliche (u.A. Jugend hackt Labs)
  • Unterstützungstätigkeiten im Büro
  • Pflege und Betrieb der Infrastruktur (von der Werkstatt über das FabLab mit 3D-Druckern und Lasercutter bis zu Netzwerkdiensten und der Server-Infrastruktur in unserem 10-Gigabit-Netz)
  • Unterstützung bei den Projekten der Geschäftsstelle Digitale Agenda der Stadt Ulm: Digitale Technologien für die UlmerInnen be-greifbar und anschaulich machen

Die offizielle Ausschreibung ist bei unserem Träger, dem internationalen Bund, zu finden. Wir freuen uns sehr über deine Bewerbung per E-Mail bis zum 18. Mai 2020. Die Kennenlerngespräche werden dann per Videokonferenz stattfinden.

Lab-Online-Workshop: Grafikprogrammierung mit GLSL-Shadern

Habt ihr genug von Wasserfarben und Buntstiften? Und habt ihr Lust, mal mit eurem Computer kreative Bilder zu erzeugen? In diesem Workshop zeigt euch blinry, wie ihr mithilfe von Shadern eigene Grafikeffekte und Animationen erzeugen könnt!

Shader sind kleine Programme, die direkt auf der Grafikkarte ausgeführt werden, und eigentlich etwas sehr einfaches tun: Sie rechnen für jeden Pixel eine Farbe aus! Mit dieser Technik kann man allerdings viele verschiedene künstlerische Bilder, Muster und sogar 3D-Effekte erzeugen!

Von diesem Workshop habt ihr mehr, wenn ihr schon einmal ein wenig programmiert habt, und wisst, was Funktionen und Variablen sind. Die Programmiersprache GLSL, die wir verwenden werden, ist recht ähnlich zu C oder Java.

Damit wir uns während des Lab-Workshops unterhalten können, braucht ihr ein Mikro, oder idealerweise ein Headset. Wir treffen uns am Samstag, 16. Mai 2020 um 13 Uhr online auf BBB hier- https://bbb.ulm.dev/b/glsl-workshop .

Installieren müsst ihr nichts. Wir werden Tools verwenden, die einfach im Browser laufen. Probiert am besten vorher schon einmal aus, ob diese Seite bei euch flüssig läuft: https://www.shadertoy.com/view/ts33R2

Unser Jugend hack Lab Online Workshop ist kostenlos und offen für alle Jugendlichen und jungen Menschen.

„Empowering Woman – Corona Edition Ulm“ mit f.u.c.k und clubalpha

Liebe F.U.C.K-Teilnehmende und Interessierte,

leider konnten wir aufgrund von Corona und dadurch entstandenen Veränderungen nicht direkt für euch da sein, dafür starten wir im Mai in eine sehr spannende neue Runde!

Ihr wolltet euch schon immer mal mit Frauen in Führungspositionen austauschen und von ihren Erfahrungen hören, ein paar Tipps abgreifen und dabei vielleicht sogar Erfahrungen teilen? Dies wird bei unserem nächsten Termin mit den clubalphas möglich sein.

Am 12.5., 19h bieten wir ein virtuelles Speed-Dating an, bei dem sich Mentorinnen und Mentees finden und zu weiteren Aktionen verabreden können. Wir nennen das einfach mal

„Empowering Women - Corona Edition Ulm”

und sind schon sehr gespannt was dabei heraus kommt. Um die notwendige Software wird sich gerade gekümmert und wir informieren rechtzeitig über den genauen Ablauf.

Dazu bitte einfach formlos per Mail (jana.funke at uni-ulm.de) oder Direktnachricht bei mir anmelden.

Online-Lab-Workshop: Musik coden mit Sonic Pi (23.4 / 14 Uhr)

Code kann so einiges, ja auch Musik. Wie das geht zeigt euch unser Mentor Paolo am 23.4 um 14 Uhr online. Mit dem Programm Sonic Pi lassen sich Basslines, Drums und ganze Loops coden - und das live 🙂 Mit Paolo lernt ihr ganz easy die Grundlagen dazu und könnt sofort coole Beats programmieren. Dazu sind keine Vorkenntnisse nötig.

Das nice an Sonic Pi ist aber auch, dass es Open Source ist und die darin enthaltene Programmiersprache Ruby auch darüber hinaus für Serverprogrammierung verwendet wird.

Du benötigst: einen PC/Notebook, Mikro + Cam und Internet und natürlich Sonic Pi, was du über https://sonic-pi.net/ für Mac und Windows herunterladen kannst. Falls du Linux verwendest, probiere Sonic Pi über deinen Paketmanager zu installieren.

Bitte installiere Sonic Pi vor dem Workshop und probiere aus, ob du einen Ton hörst, wenn du in das große Textfeld klickst und dort “play 60” (ohne die Anführungszeichen) eingibst und dann oben auf Ausführen klickst.

Der Workshop findet online statt über folgenden Link: bbb.ulm.dev/b/sonicpi

Link erst ab 13.45h aufrufen und checke bitte deine Mikro+Video+SonicPi-Einstellungen.

Foto: Von Les Pounder from Blackpool, UK

Was wir gerade tun

Seit mehr als drei Wochen ist das Verschwörhaus nun geschlossen. Das verursacht bei manchen zwar schon Entzugserscheinungen, ist aber angesichts exponentieller Wachstumskurven der Covid19-Pandemie durchaus geboten. Es ist aber nicht so, als würden alle bei uns Aktiven nur zuhause sitzen und Däumchen drehen – ganz im Gegenteil, die vergangenen Wochen waren voller Aktivitäten, von denen wir hier kurz berichten wollen.

Jugend hackt: Geht auch dezentral!

Foto CC-BY 4.0 Jugend hackt, Foto: Leonard Wolf

Den Anfang macht die tolle Jugend-hackt-Community, die auch in Zeiten von distant socializing Wege gefunden hat, beisammen zu bleiben. Einem Wunsch der Jugendlichen in der Jugend-hackt-Austauschplattform Zulip folgend entstand binnen vier Tagen ein gemeinsamer Remote-Hackathon vom 19. bis zum 22. März 2020. Selbst für einen abendlich eingespielten Music-Act war dort Raum – eine spannende Erfahrung in Zeiten, in denen gerade sehr viel über Videokonferenzplattformen abläuft.

Videokonferenzplattformen sind auch das Mittel der Wahl, um im Jugend-hackt-Lab Ulm weiterzumachen. Der eigentlich als Präsenzveranstaltung geplante Ferienworkshop mit der e.tage findet diese Woche per Videotelko statt – Organisator Mat Loewe hat gemeinsam mit unserem Lab-Koordinator Tom in Windeseile ein Online-Alternativprogramm aus dem Boden gestampft, das derzeit läuft.

Auch der kommende Lab-Workshop am 17. April wird auf ähnliche Weise online stattfinden. Das hat zudem den Vorteil, dass wir Menschen als MentorInnen zuschalten können, für die ansonsten die Anreise aus Hamburg für einen Nachmittag gar nicht so einfach wäre – aus der Not wird so eine Tugend gemacht!

Amtshilfe und Videokonferenzsoftware

Damit das überhaupt funktionieren kann, leisten viele Menschen aus dem Verschwörhaus-Umfeld gerade Amtshilfe auf dem kleinen Dienstweg. Wir haben die Diskussion über kommerzielle Videokonferenzdienste aufmerksam verfolgt und uns dazu entschieden, auf Freier/Open-Source-Software basierende Lösungen auszuprobieren.

Wir haben uns hier für BigBlueButton entschieden, das ist eine Lösung, die vor allem aus der Onlinelehre kommt (und manchmal sieht man das dem System auch deutlich an). Max hat kurzerhand eine der Maschinen im Verschwörhauskeller dafür hergenommen und eine simple Installation hochgezogen, die wir seither verwenden. Das reicht vom Jugend hackt Lab über Orga-Telkos in verschiedensten Konstellationen bis hin zu städtischen Beschäftigten, die das System nutzen, wenn sie es benötigen. Seit gestern ist auch die Einwahl über klassisches Telefon möglich. Mehr zum Hintergrund, wie Verschwörhaus und Digitale Agenda gerade die städtischen Beschäftigten unterstützen, findet sich auch auf ulm.dev.

We averaged about 5-1/2 hours sleep apiece, and we are estimating that the sleep was good.

A propos BigBlueButton. In den Osterferien rollen die Fellows der Digitalen Agenda gerade das BigBlueButton-System für testwillige Schulen in Ulm aus. Die Fellowship ist eine Idee, die schon 2012/13 in Deutschland umzusetzen versucht wurde, angelehnt an die Code for America Fellowship: Menschen aus dem Civic-Tech-Umfeld (wie dem Verschwörhaus) kommen eine begrenzte Zeit in die Verwaltung, um mit ihrem Wissen Dinge voranzutreiben. Bislang waren die drei Ulmer Fellows sehr in zwei Förderprojekten eingebunden, über die ihre Stellen überhaupt geschaffen werden konnten. In der aktuellen Lage zeigt sich aber, wie dynamisch eine Verwaltung agieren kann, wenn sie die passende Expertise und Luft für Zusatzprojekte im eigenen Haus hat. Gemeinsam mit der Abteilung Bildung und Sport soll jetzt eine Sofortmaßnahme angestoßen werden, damit erste Schulen direkt nach den Osterferien versorgt werden können – und zwar ohne sie an proprietäre Produkte zu binden. Zitat:

Es wurde […] die Apollo 13 Metapher bemüht. Wir sollen jetzt in einem kleinen Team den “CO2 Filter” bauen und […] eine Einkaufsliste geben was wir brauchen

Die Zwischenüberschrift ist entsprechend aus dem Funkmitschrieb von Apollo 13 😉

Mehr zu diesem Projekt wird es in den kommenden Tagen als Erfahrungsbericht und Anleitung zum Nachmachen auf ulm.dev geben.

Masken und MakerVsVirus

Auch die Maker-Community engagiert sich, das Ihre beizutragen. Unter dem Titel Maker vs. Virus haben sich Fablabs, Hackspaces oder einfach nur Menschen mit 3D-Druckern zusammengetan, um passende Halterungen für Gesichtsschilde zu drucken. Diese können mit einer Folie versehen werden und reduzieren so den Kontakt von Aerosol mit dem Gesicht und vor allem dem Respirationstrakt der Tragenden.

In Ulm wurde recht schnell ein Hub eingerichtet, über den sich die hier Aktiven organisieren. Seit vergangener Woche produzieren das Verschwörhaus und das in unserem Hauskomplex untergebrachte Digitalisierungszentrum auf den jeweiligen Druckern passende Halter – und die Nachfrage ist durchaus da. Aus unserem Budget wurde vergangene Woche eine Bestellung über mehrere hundert Euro Filament ausgelöst, das wir hoffentlich bald anderen Makern in der Region bereitstellen können, die kostenfrei für medizinisches Personal produzieren möchten.

lokalwirkt: Öffnungszeiten und Lieferdienste

Aus der Code-for-Germany-Community entstand unterdessen in den vergangenen zwei Wochen die Plattform lokalwirkt.de

Das System basiert auf Einträgen von OpenStreetMap und erlaubt es, aktuell geänderte Öffnungszeiten, aber auch Liefer- und Abholmöglichkeiten einzutragen. Es baut von Anfang an auf Open Data auf und spielt die gesammelten Daten auch über eine Programmierschnittstelle aus, so dass es in beliebigen anderen Anwendungen nachgenutzt werden kann. So kannst du hier eintragen, wenn dein Lieblingsrestaurant auf Anruf Essen kocht und dann zu bestimmten Zeiten zur Abholung offen ist.

Die Plattform wird laufend weiter entwickelt – an manchen Stellen hakt es noch etwas. Wer sich beteiligen möchte, darf gerne auf Github mitentwickeln!