Ein freier Lastenradverleih für Ulm – mach mit!

In vielen Städten sind in den letzten Jahren Verleihsysteme für Freie Lastenräder entstanden. Egal ob in Stuttgart, Freiburg, Berlin oder Hannover – die Systeme orientieren sich meistens an denselben Grundsätzen und nutzen dieselbe Verleihsoftware, nämlich Commons Booking. Das ist ein stationsbasiertes System, das viel auf Gemeinschaft aufbaut und damit ein kostenloses Verleihsystem für alle realisiert. Die Nutzung ist grundsätzlich kostenlos, Verbrauchsmaterial oder Reparaturen werden über freiwillige Spenden gedeckt.

Das Grundprinzip ist dort: Es gibt einen Pool möglicher Leihstationen – das können Cafès sein, aber auch kleine Läden, WGs, Quartierszentralen, Schulen oder Kindergärten. An manchen Stationen steht ein Fahrrad beinahe dauerhaft (bis auf Urlaube o.ä.), andere Räder „wandern“ zwischen verschiedenen Stationen. So werden die Räder auf die verschiedenen Stadtquartiere verteilt, und jede freiwillige Station hat einen überschaubaren Aufwand, die Räder auszugeben.

Als Station bekommt man, wenn das Lastenrad zu einem kommt, eine Materialbox, in dem alles drin ist: Verleihzettel, ein Mini-Handbuch, die Schlüssel, eine Spendendose. Eine Ausleihe nimmt in der Regel knapp 5 Minuten in Anspruch, es gibt normalerweise maximal eine Ausleihe am Tag, d.h. in der Woche maximal so viele Ausleihen, wie man Öffnungstage hat. Das hat sich an den anderen Orten als gut funktionierend bewährt.

Bei uns steht auch schon eine ganze Weile ein selbstgebautes Lastenrad, das im Rahmen eines von der UNW/Solarstiftung geförderten Workshops in der Schweißwerkstatt des WBZU aufgebaut wurde. Wir haben es auch immer wieder verliehen, nur hat es durch den Eigenbau einige Eigenheiten, die die Fahrt damit gar nicht so anfänger*innenfreundlich machen.

Über die Jahre kamen in der Fahrradgarage noch drei weitere Lastenräder hinzu, welche die Stadt aufgrund von Förderprogrammen beschafft hat. Die haben wir bisher mit Einverständnis der Stadt meist auf Zuruf verliehen. Für regelmäßige Nutzer*innen haben wir auf den ehrenamtlich betriebenen Servern auch Commons Booking als Verleihsystem ausgerollt.

Gerne hätten wir das System öffentlich betrieben und mit weiteren, wechselnden Stationen gearbeitet, denn zu unserem Bedauern wurden die Räder in diesem Setting gar nicht so intensiv genutzt. Hier war aber lange Zeit vollkommen unklar, wie Haftung und Versicherung aussehen, wenn die Räder eigentlich der Stadt gehören, wir aber ehrenamtlich ein Verleihsystem betreiben. Die Stadt selbst hatte derweil nicht die Kapazitäten, ein Verleihsystem und den Betrieb von Commons Booking selbst durchzuführen.

Das hat sich nun gelöst, indem die Stadt uns die städtisch beschafften Räder überlassen hat – aber nur unter der Auflage, dass wir dieses Verleihsystem nun selber schaffen und betreiben. Das tun wir gerne, und mit den so geklärten Eigentumsverhältnissen lässt sich das tatsächlich auch umsetzen. Und dafür brauchen wir nun Dich! :)

Richtig gelesen: Wir suchen Partner*innen, um über den jetzigen Zustand hinauszuwachsen, in dem wir die Räder aus der Fahrradgarage am Weinhof verliehen haben. Damit verteilen wir den Aufwand auf viele Schultern, so dass das für niemanden eine Last wird. Unser Commons Booking läuft bereits seit längerem, und wir haben es in den letzten Wochen für einen öffentlichen Verleihbetrieb vorbereitet. Wir haben in den vergangenen Wochen auch die rechtlichen Rahmenbedingungen geklärt und uns beraten lassen. Nun fehlt für den Start nur ein Grundstock weiterer Stationen, die bereit sind, in den nächsten Monaten ein Lastenrad zu beherbergen und ausleihbar zu machen.

Wie das in der Praxis aussieht, haben wir hier aufgeschrieben. Falls Du Interesse hast, melde dich mit einer kurzen E-Mail an kontakt (at) temporaerhaus.de, wir freuen uns sehr über Deine Nachricht!

Wir sind sehr gespannt, wie schnell wir ein freies Lastenradsystem in Ulm aufgebaut bekommen, und damit unseren Teil zur Verkehrswende beitragen können!

Förderung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE)

Good news, everyone!
Der Verein hat sich um eine Förderung bei der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) bemüht, und was soll man sagen: Zur Überraschung und Freude aller haben wir diese bekommen!

Der Förderungszweck bezog sich auf Infrastruktur und Ausstattung und wir konnten mit den zugewendeten Mitteln eine beträchtliche Menge hochqualitativer Neuanschaffungen in das sowieso schon gut ausgestattete Haus bringen.

Durch diese Förderung, die uns sprichwörtlich in den Schoß gefallen ist, führen wie den Spirit des Hauses fort: Bildung, Forschung, Wissensvermittlung und auch mal eine Prise Schabernack.
Jetzt nur mit (noch) besserem Equipment!

Wenn ihr das neue Equipment bestaunen und euch damit beschäftigen wollt, dann kommt in der nächsten Zeit einfach mal wieder ins Verschwörhaus (je nach aktuell geltenden Corona-Regeln), denn es braucht natürlich auch jede Menge Freiwillige um diese ganze tolle Hardware zu bespielen.

Absage aller Veranstaltungen

Hinweis 29.11.2021: dies ist nicht mehr aktuell, siehe neuerer Blogpost

Am Freitag mittag wurden im Verschwörhaus die Schlösser getauscht und wir haben aktuell keinen Zugang den Räumen oder weitere Informationen dazu. Wir streben aktuell eine Klärung an. Leider müssen deshalb die kommenden Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden.

Das betrifft die Veranstaltungen dieses Wochenende, Kleiderkarussell #BoycottBlackFriday und Upcycling-Workshop | Bienenwachstücher. Dies tut uns aufrichtig leid, insbesondere auch für die Hochschulgruppe für Nachhaltigkeit und Greenpeace, die in die Organisation der beiden Angebote viel investiert haben.

Wir halten euch über Ersatztermine und weiteres auf dem Laufenden.

eure Verschwörhaus-Community

Danke Stefan, für fünf Jahre Verschwörhaus

Digitale Stadtentwicklung ist mehr als nur Technik und Buzzwords. Es braucht Köpfe, die zusammengesteckt werden und sich austauschen, die träumen, lernen, und die sich Neues ausdenken. Diese Köpfe kommen bei uns im Verschwörhaus zusammen, auf Einladung von Stefan Kaufmann. Nach fünf Jahren hat Stefan jetzt seine Stelle als Projektleiter aufgegeben. Wir wollen Danke sagen und in die Zukunft schauen.

Im Verschwörhaus kommen die unterschiedlichsten Menschen zusammen: Open-Data-Begeisterte sammeln Daten und pflegen Datensätze. Jugendliche experimentieren im Jugend-hackt-Lab. In der Werkstatt wird Holz gesägt und geschraubt. Es entstehen Hochbeete mit Sensorik und Selbst-Gieß-Funktion, auf denen alle Bürger*innen vor dem Verschwörhaus eine kleine Verschnaufpause einlegen können. Nicht zuletzt so wird dann auch das überregional bekannte Ulmer LoRaWAN mit konkreten Anwendungen gefüllt und in die Bürgerschaft getragen.

Kurz: Im Digitalen Ehrenamt setzen sich die Menschen hier in ihrer Freizeit dafür ein, dass die digitale Stadt zugänglich wird für alle.

Im Haus sind ganz verschiedene Menschen aktiv - manche sind nur kurz und für ein einzelnes Projekt da, viele engagieren sich ehrenamtlich und regelmäßig, und ein paar städtische Mitarbeiter:innen kommen auch mal nach Feierabend vorbei. Zur Unterstützung der ehrenamtlichen Struktur haben wir Mitte 2019 auch den Verschwörhaus e.V. gegründet, der sich als Trägerverein aber im Hintergrund hält. Wer mitmachen will im Verschwörhaus, muss kein Mitglied sein.

— sagt Simon, aktiv in der LoRa-Gruppe (jeden zweiten Mittwochabend).

Übrigens: Wenn wir hier »wir« schreiben, dann sind »wir« nicht der formale Vorstand des Vereins, sondern die Aktiven im »Hausi« – wie es gerne liebevoll genannt wird.

Stefan Kaufmann: Offene Arme, offene Räume

Es gibt nicht viele Orte in Deutschland, die so offen sind wie das Verschwörhaus. Geredet wird gerne über solche »Third Places«, Orte der Gemeinschaft, die eben nicht Arbeitsplatz oder Wohnung sind. Umso glücklicher sind wir über unser Verschwörhaus – und dankbar. Denn aus städtischer Sicht einen solchen offenen Raum bereitzustellen, ist nicht immer leicht: Die Stadt hat zwar das Gebäude gemietet, doch es muss von Menschen gestaltet werden. Denn wo Ehrenamtliche eigenverantwortlich gestalten sollen, kann es mitunter vorkommen, dass städtische Ansprüche zurückgestellt werden müssen.

Dafür hat sich Stefan Kaufmann stets stark gemacht. Vergangenen Freitag hatte er bei der Stadt Ulm seinen letzten Arbeitstag. Seit 2016 hat er in dieser Stelle das städtische Projekt »Stadtlabor«, also die Hülle des Verschwörhauses organisiert. Entstanden ist das Verschwörhaus ursprünglich aus der ulmAPI-Gruppe und Orga der ersten Jugend hackt Ulm Veranstaltung an der Uni, die Stefan mitgegründet hatte. Im Nachgang zum ersten Jugend hackt in Ulm entstand gemeinsam Brainstorming, Konzeption, und Vorbereitung, dies hat Stefan unermüdlich über Monate hinweg vorangetrieben, immer wieder engagierte Menschen mit eingebunden, und immer mit den zukünftigen Ehrenamtlichen als Gestalter*innen des Hauses im Blick. Bis der Gemeinderat am 28. April 2016 die Einrichtung beschlossen hat: »Stadtlabor Ulm - Das Experimentierfeld für die Welt von morgen«.

Seit 2016 hat sich viel getan. Als Leiter des städtischen Projekts »Stadtlabor« war Stefan Hausmeister, Ansprechperson für die Ehrenamtlichen, Anleiter für die Digital-FSJ-ler*innen, Netzwerker, Chronik, und Gehirn des Hauses (»Stefan, wo finde ich Heißkleber?« - »Im Klobürstenschrank«). Er hat Dinge möglich gemacht, voran gebracht und mit alledem diesen besonderen Ort geschaffen, mit dem er für immer verbunden sein wird.

Nicht der Sand, sondern das Getriebe

Das Haus sollte dabei nicht nur nach außen gut aussehen, sondern vor allem im Inneren für neue Ideen sorgen. Das zeigte schon einer der ersten Blogposts, die immer wieder Stefan selbst verfasste. Denn dokumentieren und Wissen teilen liegt in der DNA des Hauses:

Nun haben wir zwar gleich mehrere hundert Quadratmeter, aber viel wichtiger ist ja: Wer mag darin etwas machen? Und was? Und was braucht es dafür alles? Deswegen waren am 5. Juli Vertreter*innen ganz verschiedener Gruppen bei uns zu Gast: Von Jugend hackt über Freifunk, Leute aus dem CCC– und dem OpenStreetMap-Umfeld, dem Freiraum, dem OK Lab/ulmAPI, lokale Wikipedianer*innen, oder einfach nur so Interessierte. Mit teilweise respektablen Anfahrten, beinahe aus München, zum Beispiel.

Dienstag, 5. Juli 2016 — Der erste große Hirnsturm

So wurde das Verschwörhaus über die Jahre zum Ort des Wissensaustausches: Regional für interessierte Bürger*innen aus Stadt und Umland oder (inter)national für Vernetzungstreffen, beispielsweise der Wikidata-Community. Stets vorangetrieben von Stefan.

Konkretes Wissen über Digitalisierung, das wir über die Jahre im Haus gesammelt und geteilt haben, hat auch in der Pandemie dazu geführt, dass Menschen weiter zusammenkommen konnten – obwohl das Haus selbst heruntergefahren war und der Rest der Welt quasi still stand. Die Vorarbeiten dazu fanden durch die Menschen im Verschwörhaus statt: Wie kann man Videokonferenz-Software selbst betreiben und was braucht man für stabiles Streaming von Workshops und Vorträgen? Wie baut man eine virtuelle Welt, um sich in Zeiten der Pandemie kontaktlos zu treffen?

Ort der Begegnung – ganz besonders, wenn sonst nix geht

Dieses Wissen hat es ermöglicht, dass schon zu Beginn der Pandemie in unterschiedliche Richtungen Hilfestellungen, Expertise, und konkrete Unterstützung aus dem Haus kam. Beispielsweise entstanden auf den Servern im Haus BigBlueButton-Instanzen (BBB) – also eine Open Source-Videokonferenzlösung. Besonders zu Beginn der Pandemie wurde diese von dankbaren Ulmer Schulen und Abteilungen der Stadtverwaltung verwendet – teilweise ist das bis heute so. Des Weiteren kamen aus den hauseigenen 3D-Druckern Face Shields und Ohrenschoner für Uniklinik und Pflegepersonal, sowie CO2-Ampel-Bauteile. Auch wenn das Haus also von außen eher unbelebt schien, passierte innen sehr viel – über die Kabel und Server darin. Auch die Frauen* und Computerkram Gruppe (F.U.C.K.) konnte von der aufgebauten Infrastuktur, wie beispielsweise dem bereits erwähnten BigBlueButton, profitieren.

Wir konnten uns dank BBB die komplette Coronazeit weiter online treffen und sogar Workshops und Projekte gemeinsam durchführen, wie z.B. unseren kleinen Adventskalender. Besonders cool war, dass hierbei auch komplett unerfahrene Teilnehmende ein bisschen Programmiererfahrung sammeln und gängige Tools der Softwareentwentwicklung kennen lernen konnten.

— berichten Jana und Sabrina von F.U.C.K.

Neben der Pandemie auch noch Hochbeet bauen, OpenBike betreiben, OpenBikeSensor anschauen, Radwegmapping, mit der Allgäuer Ring-Fahrraddrängelgitter-Simulation Probleme aufzeigen, Kulturnacht organisieren – mit all diesen Dingen waren wir gut beschäftigt. Daher waren in den letzten Monaten leider nicht immer genug Kapazitäten übrig, um über alle Projekte auch auf unserer Webseite zu berichten, was sich in den nächsten Wochen wieder bessern soll.

Unser Verschwörhaus ist ein Erfolgsmodell. Es zeigt, wie man mit viel ehrenamtlicher Energie grundlegende digitale Infrastruktur aufbauen und betreiben kann. Aber: All das braucht seine Zeit (und Nerven!). Und es braucht jemanden, der uns Ehrenamtlichen dabei den Rücken freihält: das war bis jetzt Stefan als Projektleiter – oftmals auch außerhalb der üblichen städtischen Bürozeiten.

Und jetzt?

Noch ist unklar, wer zukünftig seitens der Stadt Ansprechpartner*in für die Ehrenamtlichen sein wird oder wie die Übergangszeit gestaltet wird. Die regelmäßigen Termine laufen jedoch entsprechend dem Kalender weiter!

Über den Sommer und Herbst hinweg haben wir versucht, das Haus vorsichtig zu öffnen und die Angebote vor Ort endlich wieder hochzufahren. Es finden einzelne Projekte und regelmäßige Termine in Präsenz statt, stets natürlich unter strengen Hygieneauflagen. Wir beobachten dabei auch weiterhin das aktuelle Infektionsgeschehen.

Wie es nun generell weitergeht, hängt auch davon ab, wer das städtische Projekt »Stadtlabor« in Zukunft in welcher Form und mit welchen Zielen koordiniert. Wir hoffen sehr, dass alle nächsten Schritte gemeinsam mit uns als Aktiven, mit Fingerspitzengefühl für ehrenamtliche Arbeit, und im Sinne der Historie und der Grundgedanken des Hauses gegangen werden.

Vor allem aber wollen wir an dieser Stelle Danke sagen – für die letzten 5 Jahren Verschwörhaus gemeinsam mit Stefan, und für alles was inzwischen zum Haus gehört und an diesem wunderbaren Ort passiert ist:

Danke, Stefan!

Mentor\*innen bei Jugend Hackt Ulm 2018 Mentor*innen bei Jugend Hackt Ulm 2018. Foto: Holger Dorn. Lizenz: CC BY 4.0

Titelbild: Stefan Kaufmann bei Jugend hackt Süd 2016. Foto: Eva-Maria Kühling. Lizenz: CC BY 4.0

Wir bauen OpenBikeSensoren!

1,5 Meter – das ist der Mindestabstand, den AutofahrerInnen beim Überholen von Fahrrädern einhalten müssen. Und zwar immer. Wer ab und zu bei einem vorbeifahrenden Auto mal dachte, „hui, das war aber knapp“, muss sich seit einiger Zeit nicht mehr aufs eigene Bauchgefühl verlassen. Mit dem OpenBikeSensor gibt es nämlich schon seit einer Weile ein Freies/Open-Hardware-Projekt, das genau solche Überholvorgänge so genau wie möglich vermessen möchte.

Unter dem Sattel wird ein 3D-gedrucktes Gehäuse mit Ultraschallsensoren befestigt, das laufend die Seitenabstände recht genau vermisst und die eigene Position per GPS erfasst. Jeder Überholvorgang kann dann per Knopfdruck mit einem kleinen Bedienteil am Lenker erfasst werden – der Sensor speichert dann mehrere Abstandsmessungen und die Position des Fahrrads, und am Ende des Tages können die Daten pseudonym an das Projekt übertragen werden.

Mit diesen Daten lassen sich so Straßenzüge mit regelmäßig besonders engen Überholabständen datenbasiert aufzeigen – oder auch, ob das zu bestimmten Uhrzeiten besonders häufig passiert.

Damit es solche Daten auch für Ulm gibt, hat sich eine Gruppe aus Verschwörhaus-Aktiven und Fahrradbegeisterten rund um den ADFC Ulm/Neu-Ulm zusammengetan und möchte im ersten Aufschlag 10 Sensor-Kits bauen. Einige Gehäuse sind bereits gedruckt, und diesen Donnerstag sollen die ersten Platinen zusammengebaut werden.

Hast Du auch Interesse, Dich zu beteiligen? In unserem Kalender findest Du mehr Informationen dazu!

Mappt die Radwege!

Kienlesbergbruecke

AHert, Kienlesbergbrücke Ulm-7, CC BY-SA 4.0

Verkehrswende – weniger Kraftfahrzeuge mit Verbrennungsmotor, hin zu Mobilität mit weniger Flächenverbrauch, mehr Elektromobilität, mehr Radverkehr, das ist die Devise unserer Zeit. Lastenräder nehmen dabei eine wichtige Rolle ein: Egal ob ein geliehenes Schwer-Lastenrad für größere Transporte oder der Frontlader mit Kindersitz als Kita-Zubringer und ganz normale Einkaufsmöglichkeit. Teil einer gelungenen Verkehrswende ist auch, Wege quer durch die Stadt mit solchen Lastenrädern bequem, einfach und mühelos zu machen.

Das Team von CargoRocket hat sich zur Aufgabe gemacht, dieser Vision mit der freien Weltkarte OpenStreetMap ein Stück näher zu kommen. Die Karte, zu der alle beitragen können, dient nämlich nicht nur der Orientierung. Die riesige Datenbank über Wege und Hindernisse dahinter kann nämlich auch zur Routenplanung und Analyse dienen. Wo komme ich mit einem schwer beladenen Lastenrad möglichst mühelos voran? Und wo gibt es noch Ausbaubedarf für die Stadt?

Das Team hat einige Kriterien aufgestellt, die es hierfür für all die Radwege, Schutzstreifen und Fahrradstraßen zu erfassen gilt. Welcher Fahrbahnbelag wird verwendet? Wie gut ist er in Schuss – ist das brandneuer Asphalt, oder sind die Schlaglöcher so groß, dass die Alternativroute über den gut erhaltenen Pflasterweg nebenan besser ist? Und wie breit sind die Umlaufgatter, Pollerbegrenzungen und sonstigen Hindernisse auf dem Weg? Oder gilt es gar, scharfe Randsteine zu überwinden?

Das alles lässt sich in der OpenStreetMap erfassen, und dazu ruft CargoRocket auf – und für Baden-Württemberg gibt es sogar Auswertungen, welche Strecken noch Aufmerksamkeit bekommen sollen.

Bildschirmfoto

Auf einer Auswertungskarte lässt sich auf einen Blick anzeigen, welche Strecken schon alle erforderlichen Werte besitzen, und wo noch Nacharbeit nötig ist. In der Beschreibungsseite zum Mapathon (also einem Mapping-Marathon) ist aufgezählt, wie sich verschiedene Radwege erfassen lassen, auch mit weiterführenden Links.

Die teilweise noch fehlende Fahrbahnoberfläche lässt sich (wie auch einige andere spannenden Features) recht einfach mit der App StreetComplete quasi im Vorbeigehen erfassen. Für die Wegebreiten und die Durchfahrtsbreite von Hindernissen empfiehlt sich dagegen in der Tat ein mitgebrachtes Maßband – oder sehr sehr gutes Augenmaß 😉

Falls ihr also auf der Karte noch zu wenig kartierte Wege oder Hindernisse in eurer Gegend findet, könnt ihr diese Aufgabe wunderbar mit einem abstandskonformen Freiluftspaziergang kombinieren! Ob das ein triftiger Grund für einen sicherlich keine Infektionen verursachenden Spaziergang nach 22 Uhr ist, ist leider gesetzlich eher zweifelhaft – Mess-Verschnaufpausen zwischen kurzen, Abstand haltenden Sprints zwischen 22 und 0 Uhr könnten sich aber verargumentieren lassen. Das Maßband für den 1,50-Meter-Abstand habt ihr dann ja eh dabei.

(Im Ernst: Falls das Stress mit Ordnungsbehörden geben sollte, lasst uns gerne davon wissen).

FSJ Digital im Verschwörhaus 2021: Wir suchen Dich!

Das Verschwörhaus ist seit 2019 Einsatzstelle für ein FSJ Digital, und wir nehmen ab sofort Deine Bewerbung für den Einsatzstart September 2021 entgegen!

Das FSJ dient der Berufsvorbereitung, und wir bieten dir im Verschwörhaus einen Einblick in verschiedenste Tätigkeitsfelder:

  • Pflege von Website und Social Media: Insbesondere Texte schreiben und veröffentlichen, aber auch Storytelling in Bild und Bewegtbild
  • Video- und Audioproduktionen verschiedener Art: Livestreaming mit dem Video Operating Center, Aufzeichnungen, Produktion von Videos und Podcasts.
  • Begleitung und Unterstützung von Maker-, Fablab- und sonstigen Workshops und unserem Angebot für Jugendliche (u.A. Jugend hackt Labs) – „normalerweise“ in Präsenz, seit Frühjahr 2020 auch viel online.
  • Unterstützungstätigkeiten im Büro
  • Pflege und Betrieb der Infrastruktur (von der Werkstatt über das FabLab mit 3D-Druckern und Lasercutter, Internet-der-Dinge-Projekten bis zu Netzwerkdiensten und der Server-Infrastruktur in unserem 10-Gigabit-Netz)
  • Unterstützung bei den Projekten der Geschäftsstelle Digitale Agenda der Stadt Ulm: Digitale Technologien für die UlmerInnen be-greifbar und anschaulich machen

Unser aktueller FSJler Jan hat im Dezember 2020 die Videoproduktion für das gemeinsame Wikipaka-Sendeprogramm unterstützt, was recht gut unsere Aktivititäten in Zeiten eines weitgehend geschlossenen Verschwörhaus darstellt. Und es gibt auch immer Möglichkeiten, sich im FSJ an weiteren Projekten wie zum Beispiel dem freien Bikesharingsystem OpenBike einzubringen.

Die offizielle Ausschreibung ist bei unserem Träger, dem internationalen Bund, zu finden.  Wir freuen uns sehr über deine Bewerbung per E-Mail bis zum 1. Mai 2021. Die Kennenlerngespräche werden dann per Videokonferenz stattfinden.

Elektro Theater – Eigene Filme in Rec Room produzieren – Ferienworkshop

Wolltet ihr schon immer mal an einem Film oder einer Theatervorstellung mitwirken?

Ob schauspielern, Kostüme schneidern, Regie führen, Kulissen bauen, eine Story schreiben oder bombastische Effekte abfeuern – In diesem Ferienworkshop des Labs Ulm in Zusammenarbeit mit der ComputerSpielSchule Online kommt ihr digital in Rec Room zusammen und lernt nicht nur das Handwerkszeug, sondern setzt tatsächlich einen Film um. Worum es gehen soll ist euch überlassen… Liebesromanze, Monstermovie, Superheld*innen-Komödie oder eine Schatzjagd – Wir helfen beim Planen und Umsetzen eurer Ideen!

Für alle von 13 bis 18 Jahren – kostenlos.

Der Workshop geht am Montag 24. Mai 2021 los und dauert bis zum 26. Mai von jeweils 11-16 Uhr (mit einer Pause zwischen 13-14 Uhr).

Bitte meldet euch hierzu an.

Technische Voraussetzungen:

  • Internet, PC (mit oder ohne VR-Brille, Maus, Systemanforderungen beachten: min. GTX970 & 8GB Ram! )
  • Alternativ: iPhone/iPad, Oculus, XBox oder Playstation 4
  • Installiertes RecRoom
  • Headset (Micro+Kopfhörer)
  • Keine inhaltlichen Vorkenntnisse notwendig, aber Umgang mit Maus+WASD (am PC) bzw. Gamepad (bei PS4, XBox) ist von Vorteil. Etwas losspielen kann auch nicht schaden. 🙂

Bleeptrack bei She likes Tech

Sabine alias bleeptrack macht nicht nur saucoole Dinge und ist die Vorsitzende des Verschwörhaus-Vereins – sie war auch im NDR-Podcast She likes Tech und hat eine gute halbe Stunde über ihre Kunst gesprochen!

Der (allgemein sehr empfehlenswerte!) Podcast ist in jeder guten Podcatcher-App hörbar, und hier geht es direkt zur Audiodatei.

Hol dir jetzt eine gratis CO2-Ampel für dein Klassenzimmer

Seit heute öffnen die ersten Schulen in Baden-Württemberg. Das Jugend hackt Lab möchte euch dabei unterstützen auf der „sicheren Seite“ zu sein. Und zwar mit gratis Co2-Ampeln für euer Klassenzimmer.

Was sind Co2-Ampeln?

Viele Menschen in einem großen Raum atmen Luft ein und aus, dabei entsteht mit der verbrauchten Luft Kohlendioxid -also CO2. Zuviel abgestandene Luft im Raum macht dringendes Lüften nötig, weil damit die Konzentration nachlässt. CO2-Ampeln zeigen euch durch LEDs an, wann zu viel CO2 in eurem Klassenzimmer ist und wann es sinnvoll ist zu lüften.

Co2-Ampeln und Corona

Der Vorteil einer CO2-Ampel ist zudem, dass ihr damit auch indirekt angezeigt bekommt, wann zu viele Aerosole in der Luft sind. Angenommen wird so, dass viel ausgeatmete Luft die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass auch die Konzentration an Corona-Viren in der Luft zunehmen kann.

Gratis für dich und dEIn Klassenzimmer

Das Verschwörhaus hat einige CO2-Ampel-Kits auf Lager. Willst du bereits eine fertige CO2-Ampel für dein Klassenzimmer haben, dann kontaktiere uns gerne. Für alle die Löten können und selbst basteln wollen, aber bspw. Zuarbeit am 3D-Drucker und Lasercutter brauchen – auch das ist kein Problem: du bekommst von uns den Kit und das fertige Gehäuse zum Fertigstellen.